Der Flug von Sydney nach Hobart war kurzweilig. Noch immer beschäftigte uns der Tod eines siebenjährigen Mädchens, das von einem Box Jelly Fisch gebissen wurde. Gleichzeitig wurden die Urlauber zur Vorsicht beim Baden zwischen Newcastle und Wollongong aufgefordert. Über 100 Haie hat man dort an der Ostküste in letzter Zeit gesehen. Zwei Mal haben die Haie sogar Schwimmer attakiert. Eine weitere TV Meldung, die für Unverständnis sorgte, war die skrupellose Jagd der Japaner auf die Wale. Und die verzweifelten Maßnahmen von Greenpeace, die „Japs“ daran zu hindern. Die Walfänger versuchten die Greenpeaceboote zu rammen und setzten sogar Wasserwerfer ein. Was für Zeiten! Doch im Gespräch verging die Zeit des Überflugs nach Tassy schnell.
Bald schon warteten wir in der Gepäckhalle auf unsere Koffer. Die übliche „Obstkontrolle“ führte ein niedlicher und zutraulicher Hund durch, der mit der Schärpe „Quarantine Tasmania Detective Dog“ gekennzeichnet war. Dann standen wir am Kofferrondell. Ich nahm eines der Milchbonbons aus meiner Tasche, um es zu essen. Prompt saß der Hund vor mir, mir diesem Blick „Willst du das wirklich allein futtern?“ Der Zollbeamte lachte und erlaubte, dass auch der Hund sein Bonbon bekam. Und als die Koffer auf dem Laufband standen, war das Tier sofort dort. Setzte sich nach kurzer Zeit auf einen Koffer, der daraufhin zur Kontrolle herausgenommenem wurde. Der possierliche Hund verkürzte uns allen die Wartezeit sehr. Sein tollster Trick war das Aufsetzten der Vorderpfoten auf die Umrandung. Wie ein Jogger lief er dann, ohne von der Stelle zu kommen, auf dem rotierenden Laufband.
Unser Motel lag etwas außerhalb der Hauptstadt. Das freute den Taxifahrer, da so seine Rechung größer war. Allerdings hatten wir große Schwierigkeiten, den Mann zu verstehen. Sein Dialekt bedarf der Gewohnheit. Aber trotzdem kam eine kurze Unterhaltung zustande. Auch im Hotel bestanden zunächst Verständigungsprobleme. Ich hatte unser Zimmer über Internet mit Frühbucherrabatt reserviert. Nur weigerte sich das Best Western Hotel, wie auch das in Darwin, uns die Qantas Frequent Flyer Punkte gut zuschreiben. „Entweder Rabatt oder Quantaspunkte“ sagte die sonst ganz nette Mitbesitzerin. Wir behielten den Rabatt. Die Punkte hat uns Qantas nach der Rückkehr in Deutschland nach Übersendung der Hotelrechnung unproblematisch gut geschrieben.
Hobart ist eine Metropole mit dem Reiz der Gemütlichkeit. Fast 200 Tausend Einwohner und trotzdem keine Hektik. Außer in der Rush-Hour. Die Autofahrer nehmen Rücksicht auf die Touristen. Wobei es Blödmänner überall gibt. Der Busfahrer fuhr uns von der Endhaltestelle noch ein Stück in die Stadt, damit wir auch ja das Visitor Centre finden würden. Einfache und spontane Freundlichkeit.