Erstaunt registrierten die Europäer, dass die Ureinwohner, als man ihnen Fisch zum Essen anbot, fluchtartig den Strand verließen. Die Theorie, dass der Fisch wegen des geringen Fettgehaltes vom Speisesplan verschwand, stimmt sicher nicht. Die Ureinwohner Tasmaniens hatten wohl leidvoll in der Vergangenheit erfahren, wie tödlich Fischgenuss ist, wenn durch Dinoflagellaten bedingte Algenblüten (red tide) in den Organismus kommen. Um weitere solcher Katastrophen zu verhindern, kann sich eine konservative Lebensweise entwickelt haben, die das Überleben der Population auf Kosten einer wertvollen Nahrungsquelle sicherte. Der Verlust von Knochennadeln zur gleichen Zeit deutet auf einen Zusammenhang beider Ereignisse hin. Wahrscheinlich konnten die Produzenten der Knochennadeln ihre Fähigkeiten nicht mehr rechtzeitig weitergeben, da sie während einer Massenvergiftung umkamen.
Eine weitere, und gar nicht so abwegige Erklärung ist, dass der Anstieg des Meeresspiegels ein Überangebot von wohlschmeckenden Abalonen (Meeresschnecken) und Langusten zur Folge hatte, die auch noch einfach zu bekommen waren. Das würde aber nicht die Furcht, mit der die Ureinwohner auf das Fischangebot reagierten, erklären.
Wie schon beim Hauptland vermuten nicht wenige Historiker, dass die Portugiesen um de Mendonca 1522 nicht nur die Südküste Australiens, sondern auch die Gestade von Tasmanien besucht haben.
Das ist überhaupt ein interessanter Kreislauf der Schicksale vieler handelnder Personen bei der Entdeckung von Australien. Der Freibeuter William Dampier landete 1688 an der Nordküste Australiens. Er hatte mit seinem Segelmacher Alexander Selkirk erhebliche Probleme und versetzte ihn auf ein anders Schiff. Auch mit dessen Kapitän vertrug sich Selkirk nicht. So dass dieser den rebellischen Segelmacher als Meuterer einfach auf einer einsamen Insel aussetzt. Nachdem Dampier von der englischen Marine finanzielle Mittel für eine weitere Expedition bekommt findet er den vier Jahre allein auf der Insel lebenden Selkirk und nimmt ihn mit nach London. Dieser lernt dort den Schriftsteller Daniel Defoe kennen, der das Leben des Selkirks in „Robinson Crusoe“ beschreibt. Dieser Roman wiederum war die Lieblingslektüre des jungen Matthew Flinders, der sich so entschloss, zur Marine zu gehen.
Bevor aber Flinders und Bass 1798 die Umseglung der Insel vornahmen, gab es nach Abel Tasman doch noch einige Seefahrer, die auf dem heutigen Tasmanien landeten.