Tin Dragon

The Trail of the Tin Dragon

Tin Dragon

Viele Touristen, deren Aufenthalt bemessen ist, fahren von Launceston den Heritage Hwy nach Hobart. Dieser direkt nach Süden führende Hwy führt durch viele koloniale Ortschaften. Die dortigen Bauten und Siedlungen bringen den alten Pioniergeist Tasmaniens zur Erinnerung. Und man hat auch nicht vergessen zu erwähnen, dass es die Strafgefangenen waren, die die meisten Gebäude und Brücken bauten. Viele Städte entlang dieser Fernstrasse tragen deshalb den Namenszusatz „historische Stadt“.

Macquarie River BridgeUnd wenn man solche tollen Bauten wie die Brücke in Ross über den Macquarie River sieht, wird diese Zusatzbezeichnung verständlich. Eine dieser Städte, nämlich Evandale, wurde für uns erst nach der Tasmanienreise interessant, weil hier das Grab des Nachfahren eines der zu Frühzeiten der Besiedlung nach Australien gekommenen britischen Adligen steht. Doch darüber will ich beim Besuch des kleinen Ortes Stieglitz nahe St. Helens an der George Bay mehr erzählen.
Zwei Wege werden angeboten, um zur Ostküste zu kommen. Einmal die schnelle und direkte Verbindung auf dem Tasman Hwy, zum anderen der kleine Umweg über die Weinstrasse nach Lilydale, der bei Scottsdale wieder auf den Hwy trifft.

Wir entschieden uns für den sicherlich interessanteren „Umweg“. Ziemlich schnell kamen wir auf die B81. Durch hüglig waldiges Gelände, mit einigen scharfen Kurven, erreichten wir nach 30 Minuten Lilydale. In Launceston hatten wir uns eine Touristeninformation über das 1860 gegründete „Home of the painted poles (Der Heimat der bemalten Elektroleitungsmasten)“ besorgt.

LilydaleSo sind wir voller Erwartung in den Ort, der nur 350 Einwohner hat, gefahren. Die lang gestreckte Ortsanlage ließ mehr vermuten. Aber hinter den Häusern rechts und links der Strasse war Lilydale schon wieder zu Ende. Die Informationstafel am Ortseingang enthielt zwei dürftige Blätter ohne touristischen Wert. Kein Hinweis auf die Bemalungen, die angeblich eine kreative Möglichkeit der Nutzung solcher Stromleitungsmasten  verkörpern soll. Wenigstens lasen wir den erbauenden Hinweis, dass am Gipfel der Mt. Arthur (1188 Meter) ein vier Stunden langer Rundlauf vorhanden sei. Wie aber kommt man zum Mt. Arthur? Wie zum Lilydale Falls? Wir sind die Golconda Road nicht nur drei sondern fünf Kilometer lang gefahren. Nirgendwo ein Hinweis auf den Wasserfall. Im Eco Centre in “Scottsdale wurden wir aufgeklärt. Die painted poles sind ein Verkaufstrick, um Käufer in die Geschäfte des Ortzentrums zu locken. Also stehen die meisten der 15 bemalten Masten der Hydro Tasmania auch dort an der Main Road, wo sich die Kunstgewerbegeschäfte, die Töpfereiläden und auch Weingeschäfte befinden. Und der Weg zum Wasserfall sei zwar ausgeschildert, von der Straße aber leider nicht zu erkennen. Klasse!

Noch ein Tipp für eine tolle Attraktion im Westen Australiens. Monkey Mia