Oder doch nicht?

Was aber ist mit „letzten tasmanischen Tiger“, den zum Beispiel 1926 der Londoner Zoo gekauft hat? Und dann soll es noch einen 1937 gefangenen Beutelwolf gegeben haben, der kurz nach seinem Eintreffen im Zoo verstarb. Ob sich Wahrheit und Dichtung vermengten? Sei es wie es sei. Mit dem tasmanischen Tiger verschwand eine weitere einzigartige Tierart aus der Vergangenheit, die die Menschen hätte erhalten können und müssen! Zoologen beschrieben den tasmanischen Tiger für die Nachwelt wie folgt:
Trotz seiner hundeähnlichen Gestalt gehört der Beutelwolf zu den Beuteltieren. Beutelwölfe waren langsame, aber ausdauernde Läufer. Mit Hinterbeinen, die länger als die Vorderbeine waren, ähnelte er in diesem Merkmal eher einer Katze als dem Hund. Charakteristisch ist die Fellzeichnung mit 13 bis 19 dunkelbraunen Bändern, die quer über den Rücken verlaufen. Anders als Hunde konnte der Beutelwolf den Schwanz nur in vertikaler Richtung bewegen. Seitliches Wedeln war also nicht möglich. Die Beutelwölfin hat am Bauch einen Beutel, in dem sie ihre Jungen austrägt. In ihm befinden sich zwei Paar Zitzen. Der tasmanische Beutelwolf kann demzufolge nur vier Jungen haben. Als typisches Beuteltier konnte der scheue Jäger seinen Rachen bis zu einem Winkel von 180° aufreißen, was Wölfen und Hunden nicht möglich ist. Im Kiefer befanden sich 46 Zähne. Beutelwölfe erreichten von der Schnauze bis zur Schwanzspitze eine Länge bis zu 1,80 Meter und eine Schulterhöhe bis zu 58 Zentimeter. Am lang gestreckten Kopf hingen zwei kleine, dreieckige Ohren.


Mit ihm verschwand 130 Jahre nach seiner Entdeckung diese besondere Beuteltierart von der Erde. Zu spät kamen der teilweise Schutz während der Fortpflanzungsperiode 1930 und der totale Schutz ab 1936. Ist er aber wirklich ausgestorben? Die “International Union for Conservation of Natur and Natural Ressources“ erklärte dies 1982.