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Cutting grass (Schneidegras) am Wegesrand. Die Moose an den Bäumen schaffen schon eine etwas unheimliche Atmosphäre. Im Lauf der Zeit haben die Bäume im ursprünglichen Wald zum Teil bizarre Formen gebildet. Über Holztreppen und Plankenwege kommen wir aber sicher vorwärts. Auf den Tafeln hat man sich viel Mühe gemacht, die Flora und Fauna besonders den Kindern zu erläutern. Der Lebensweise der Weichtiere und der wirbellosen Tieren (Avertebrale) ist viel Platz eingeräumt. Da kommt ein ziemlich großer Myrtle Baum, der entfernt mit unseren Buchen verwandt ist. Ein Baum, den man nur in den Wäldern von Gondwana findet. Farnbäume, sogar Palm Trees wachsen hier. Wegen eines riesigen Baumstamms mußte man eine Treppe hinauf zur Plattform bauen. Kurz dahinter wurden die Wegbohlen verkürzt, um die Äste eines schrägen Baumes zu erhalten.

Ein toller Wald. An einigen Stellen schaffen es die Sonnenstrahlen bis zum Boden. Und die Moose schimmern in verschiedenen Nuancen. Um einen großen Baum, der aus der Tiefe nach oben gewachsen ist, wurde eine größere Holzplattform gebaut. Das ist die Stelle, wo man die wirbellosen Tiere am besten beobachten kann.

Horizontal - Anodopetalum biglandulosum„Horizontal“ (Anodopetalum biglandulosum) wird ein Baum genannt, dessen Stamm und Äste sich unter der eigenen Last neigen. Und man muß sich tief bücken, um unter ihn hindurch zu kommen, da er mittlerweile quer über dem Weg liegt. Also zu beneiden waren die frühen Forscher und Entdecker wirklich nicht. Uns ist zwar kein Grauen oder Kälteschauer entstanden, aber eindrucksvolle Bewunderung. Wer hier nicht durchgeht hat wirklich etwas verpasst! Diese Vorstellung war für uns Thüringer viel beeindruckender als die hohen, kahlen und unnahbaren Berge. „Climbing Heads“ sind lange Zweige bildende Bäume, bei denen ein Ast über 10 Meter lang werden kann. Und die Nachkommen einer altertümliche Baumart, den Nativ Laurel Lorbeer, verabschiedeten uns aus dem sehenswerten Rundgang.

Also, wie gesagt, eine unheimliche Stimmung kam beim Rundgang nicht auf. Vielleicht aber auch deshalb nicht, weil mir das Szenario seit dem Frodshams Pass wirklichkeitsfremd, wie in einem 3 D Film vorkommt. Die Gegend erinnert einfach an eine Theaterkulisse. Das besserte sich erst, als die Sonne richtig durchkam. Eine Fahrt zum Verlieben. Hinter jeder Kurve eine neue bezaubernde Sicht auf Berge.
Davor die Hügelketten. Man müsste eigentlich jedes Mal anhalten, um zu Fotografieren.

Landschaftspild PanoramaDas ist ein in Terrassen zusammengefügtes Landschaftsbild. Die weiße Sandstrasse, daneben ein Niederwuchsstreifen, dann die abgestuften immer höheren Bäume und im Hintergrund die steil aufsteigenden kahlen Felsen. An einer Stelle müssen wir die Fahrt verlangsamen. Drei Leichtkraftwagen, davon einer mit Kran stehen auf der Strasse. Sie verladen weiße und bunte Plaste- Kisten. Das sind Bienenhäuser, die getauscht werden. Und die würde ich, obwohl an den Plasthäusern Griffe zum Tragen sind, ohne Schutzanzug mit der Hand auch nicht transportieren. Da ist der kleine Kran sicher zweckmäßiger.

Nun fahren wir durch eine Allee von Zedernhölzern auf einen hohen Berg zu. So wir wie es am Uluru immer so beeindruckend erleben. Die Begrünung der Berge wird dichter, die Täler, in die wir vom Höhenpass schauten, können wir schon nicht mehr zählen. Dieses kleine Tasmanien verkörpert eine besondere Art der Unendlichkeit, ein Outback aus Bergen, Tälern, Wäldern und Wildnis.