The River Run und weiter
Die freundliche Verabschiedung durch die Wirtsleute in Maydena werden wir so schnell nicht vergessen, Nun aber wartete auf und die Erkundung des River Run bis zum Lake St. Clair. Immerhin war unser Ziel auch der berühmte Start des sagenhaften Oveland Tracks. Das ist eine 80 Kilometer lange Wanderung durch eine der schönsten Landschaften der Insel.
Durch ein echtes Wunderland im Weltkulturerbe! Mit der Kenntnis der Erlebnisse der letzten Tage können wir nun auch rückwirkend verstehen, warum so viele Einheimische das Tyenna Valley, durch das wir wieder zum Derwent River fahren, als Tal der verborgenen Geheimnisse (Valley of hidden secrets) bezeichnen. Hier hat die Natur sich der Gegend derart angepasst, dass man allerlei Geheimnisvolles hinter jeder neuen Straßenbiegung erwartet. Und auch findet. Wenn man sucht.
Ziemlich schnell erreichten wir Westerway. Von dort weiter auf kurvenreicher, zum Teil auch enger Strasse, aber immer mit einem tollen Ausblick, nach Norden passieren wir Ellendale. Der kleine Ort wurde einst durch eine Hopfenfarm begründet. Viele ältere Häuser, alles sehr gepflegt und sauber. Zwei Ferienunterkünfte gibt es auch. Wir fahren in die Morgensonne. „Das wird ein schöner Tag heute!“ Da war ich mir sicher. Kurz bevor die C608 auf den Lyell Hwy trifft sehen wir einen der vielen Stauseen des Derwent River. Dem Meadowbank Lake, ein herrlich sich in die Natur einpassender See, folgt der ebenso idyllische Weiler bei Ellendale. Über die Dammstrasse des Meadowbank Lake kommen wir in eine hüglige Gegend, wo Farmland, Schafzucht und Milchwirtschaft überwiegen. Aber natürlich auch, bei diesen Gegebenheiten, Fischen und Bootfahren. Ziemlich eindrucksvoll die Pappelalleen, die schon von den ersten Siedlern als Windschutz gepflanzt wurden. Hier befindet sich mit der sehenswerten Meadowbank Power Station das letzte von 10 Kraftwerken, mit denen im Verlauf des Derwent River 27% der tasmanischen Elektrizität produziert wird.
Ouse ist eine ziemlich große Ortschaft. Geschäfte, Tankstelle, Häuser mit historischen Touch. Das besondere an diesem Ort ist die Umgebung. Im Tal stehen mit der Cluny und der Repulse Power Station zwei große und aus vielen Gründen sehr beeindruckende Kraftwerke. Besonders imponierte mir dabei die ausgesprochen Sauberkeit um die Anlagen. Übrigens haben wir in Tasmanien schon in dieser kurzen Zeit mehr touristische Radfahrer getroffen als in Oz im letzten halben Jahr. Eine besondere Attraktion unter den Kraftwerken ist das von Tarraleah. Schon vor dem Ort sehen wir große Kanäle, die bald in überdimensionale Wasserröhren münden. In bestimmten Abständen haben diese Röhren 20 Meter hohe Entlüftungstürme. So gelingt es, das Wasser stufenweise luftfrei in die Turbinen zu leiten.
1932 begann man mit dem Bau des Systems der Kraftwerke am Derwent River. Und die „Hydro Tasmania“ lieferte 1949 den ersten Strom. Es sieht schon imposant aus, wenn Wasser in dicken Röhren aus zwei unterschiedlichen Richtungen in die Power Station fließt. Über eine Strecke von 20 Kilometern wird zum Beispiel das Wasser des Lake St. Clair eingeleitet. Ein ausgeprägtes Verbindungssystem zwischen den Seen des tasmanischen Hochlandes garantiert ein ständige Wasserangebot Und nach der Nutzung zur Energiegewinnung fließt das Wasser in den Derwent oder den Florentine River. Auf Tafeln im Bronte Park gedenkt man besonders den polnischen Emigranten, die beim Bau der Kraftwerke mitwirkten. Alle diese Großbetriebe sind wirklich harmonisch in das Landschaftsbild eingepasst. Sie stören keineswegs!
Natürlich brauchten all diese Kraftwerke zugkräftige Namen. Auch hier haben sich die Tasmanier des Wortschatzes der Ureinwohner bedient. Eines der ältesten Krafftwerke auf der Insel Tasmanien heißt Waddamana. Es wurde bereits 1910 gebaut und offiziell 1916 eröffnet. Seit 1988 dient es als Museum. Dieses Museum liegt in einer Gegend, die Lake Country genannt wird. Ein wasserreiches Gebiet zwischen dem Dee Laagon und dem Great Lake. Das ist das Paradies der Angler, weil sich hierher kaum ein Wanderer verirrt.
Das Grundprinzip der Energie- und Wassergewinnung ist das gleiche wie beim Snowy Mountains Scheme in NSW. Schnee oder Regen werden in Seen gesammelt, gestaut und dann zu den Kraftwerken geleitet.
Noch ein Tipp für Reisewütige: Kroatien ist eines der beliebtesten Urlaubsländer der Deutschen. Viele suchen sich eine Ferienwohnung oder ein Hotel in Dalmatien auch eine Unterkunft in Istrien ist beliebt.
Ein weiterer Tipp zu Kroatien: Ferienwohnung Kroatien