Ein interessantes Ausflugsziel, natürlich vom Berg auch gut zu sehen, ist die Cable Station an der Perkins Bay. Das restaurierte Gebäude ist heute ein Restaurant. Schon 1859 verfügte Circular Head über das erste submarine Telegrafenkabel. 1935 gab es das erste Kabel für Telefonie unter dem Meer nach Victoria und damit in die ganze Welt. 1995 kam das erste Glasfiberkabel. Heute ist der überwiegende Teil der australischen Telefonvermarktung in der Hand von TELSTAR, dem größte australische Telekommunikationskonzern.
Wer sich das Bild am Anfang des Berichtes anschaut, versteht, warum die Einwohner von Stanley stolz sind von überall Meeresblick zu haben. „Stanley at the edge of the world“ lautet ein geläufiger Slogan. Und wenn man nicht wüsste, dass 350 Kilometer nördlich der australischen Kontinent kommt, könnte man diesem “Stanley liegt am äußersten Rand der Welt“ bei diesem 360° Rundblick von „The Nut“ unbedenklich zustimmen.
An Fishermans Dock befindet sich das „Stanley Sea Aquarium“. Hier wird eine Übersicht gegeben von allem, was sich über und unter dem Wasserspiegel befindet.
Viele Tasmanier sind der Meinung, dass Stanley eine der malerischsten Städte der Insel ist. Und das kommt auch in der Bewertung der Leser des „Australian Traveller“ Magazin zum Ausdruck. Stanley wurde in der Liste der sehenswertesten Orte Australien auf Platz 6 gewählt. Umso erstaunlicher die durchaus erschwinglichen Immobilienpreise. Für ein wirklich ansehnliches Haus mit entsprechendem Grundstück werden 245 Tausend Dollar verlangt. Aber wer zieht schon gern in eine wunderschöne Stadt, in der nur zwei Monate im Jahr die Sonne scheint? Und wo das Wasser mit 18° C kaum zum Baden einlädt. Die Kinder stört dies allerdings nicht.
Bei einer Flasche Chardonnay Queen Adelaide, den es natürlich in Stanley gab, vor dem Bungalow, wobei die Fliegen uns in Ruhe ließen, klang der Tag aus. Der Sonnenuntergang am Berg ist ein Ereignis, das man nicht verpassen darf. Zunehmend färbt sich der Berg rot. Bald wird er braun und dann grau. Im Westen ist der Himmel noch blau, durchsetzt von weißen Wolken. Bald bildet sich ein schwarzes Band, das von hellroten, dann dunkelroten bis ins leicht gelbgrünliche gehende Farbmustern umgeben wird. Dann ist die Sonne abgetaucht. Aber unter dem schwarzen Horizont leuchtet ein gelbgrüner Übergang noch nach. Und sogar über den schwarzen Fragmenten lässt die nicht mehr sichtbare Sonne immer noch einen graublauen Resthimmel strahlen. Ein Naturereignis zum Filmen.