Allerdings war das so sehr gelobten Tasmanische Design Centre, eine Ausstellung über tasmanisches Holzdesign, geschlossen und im Umbau oder Abbau.
Im Princess Park an der Elizabeth Street befindet sich eine der Besonderheiten, auf die die Bewohner von Launceston stolz sind. 1859 hatte man aus Paris einen Barockbrunnen bekommen, der im Princess Park, von Lilienbeeten umgeben besonders bei Dunkelheit durch die Scheinwerfer besonders attraktiv wirkt.
Geschäftiges Zentrum der Stadt ist der Civic Square. Eine grüne Verweilstätte, umgeben von der großen Bibliothek, der Polizeistation und natürlich der prachtvollen Town Hall
Schräg gegenüber in der St. Johns Street das Postoffice, eine 1886 erbautes Wahrzeichen der Stadt. An das dekorative Gebäude wurde 1903 anlässlich des 100. Jahrestages der Gründung der Stadt noch der Glockenturm angefügt.
Im Visitor Centre ist eine sehr informative Schrift (Launceston- a walk trough history) zu erhalten. Danach kann man seinen Stadtbummel selbst gestalten und hat fast alle wichtigen Informationen.
Eine historische Besonderheit ist Batman Fawkner Inn. Ein 1824 erbautes Hotel, in dem 1835 australische Geschichte geschrieben wurde.
In Launceston war es kein Geheimnis, dass Fawkner, der Gastwirt des Hotels, das damals noch Cornwall Hotel hieß, die Absicht hatte, nach Port Phillip Bay zu segeln. Nur war Batman sechs Monate vor ihm dort. Und der Streit, über den ich im Melbourne Kapitel (Und immer weiter zur Sonne, ditido 2006) erzählt habe, war perfekt und intensiv.
Als Beispiel für die vielen Museen sei das Queen Victoria Museum am Ende der Cameron Street erwähnt. Hier beeindruckt schon der Eingang ungemein.
Unbestritten ist eine der bekanntesten und gesuchtesten Sehenswürdigkeiten von Launceston Cataract Gorge. Eine tiefe fast 7 Kilometer lange Schlucht, entstanden durch mehrere Erdbeben vor 40 Millionen Jahren, wurde die Schlucht und dann vom South Esk River ausgewaschen und modelliert. Was für Naturkräfte müssen hier gewirkt haben! Sicher sehr beeindruckt haben die ersten Siedler die Wildnis zur Kenntnis genommen. Der erste große Eingriff in die Natur war der Bau der Duck Reach Power Station 1895. Das erste Wasser
Kraftwerk der südlichen Hemisphäre, hinter dem eine Hängebrücke die beiden Ufer verbindet. Ein Bild von 1809 soll verdeutlichen wie die Wildnis von Tassy bis vor die „Haustür“ des aufstrebenden Ortes reichte.
Aber mit dem Kraftwerk war der Anfang der „Bändigung“ gemacht. Die wechselhafte Geschichte der Kraftwerkes, mit Überflutung, Neuaufbau, der Bau eines Sessellifts (Flying Fox) 107 Meter über der Schlucht, die Einweihung der Suspensionsbrücke, die Wasserzuleitung vom Trevallyn Damm, was für bemerkenswerte Ereignisse!
1867 folgte mit der in England vorgefertigten King Bridge der befahrbare Übergang über den South Esk River.
Es gibt drei Möglichkeiten Cataract Gorge Reserve zu besuchen. Zum einem der 15 Minuten Fußweg von der Stadt zu Kings Bridge (zum Beispiel Royal Park- Kings Park- Ritchies Mill. Penny Royal World- Zick Zack Track). Man kann auch versuchen auf dem Parkplatz Penny World das Auto abzustellen. Das sehen die Betreiber des historischen Dorfes aber gar nicht gern.
Die brauchen die Parkflächen für ihre Besucher. In der nach dem Original gebauten englischen Siedlung aus dem 19.Jahrhundert fährt eine historische Straßenbahn durch den Vergnügungspark, kann man mit dem Raddampfer eine Tour unternehmen oder sogar eine Übernachtung „der besonderen Art“ buchen. Und auch hier befindet sich ein Gebäude auf das alle Bewohner mit Stolz blicken. Es ist nämlich gelungen die 1825 erbaute historische Penny Royal Mill wieder gangbar zu machen. „Jetzt hat Launceston eine Wassermühle, eine Windmühle, eine Kornmühle und eine Pulvermühle, die alle funktionieren“ erzählte die junge Angestellt im Visitor Centre in der St. Johns Street. Sie hob den Zeigefinger und zeigte auf der Karte auf Launceston. Dann winkte sie mit dem Zeigefinger ab und zeigte, ohne Kommentar auf Hobart.