Man will es nicht glauben, das die Freycinet Peninsula und Schouten Island von hier 15 Kilometer entfernt auf der anderen Seite der Oyster Bucht liegen.
Ganz von der Spitze des Landvorsprungs, dort wo der Steingarten der Sturmtaucher ist, kann man auch zum Nine Meilen Beach sehen.
Das war unser nächstes Ziel. Mit einigem Hin und her fanden wir dann schließlich auch den Weg zum Beach. Doch wie kommt man zum Strand? Das ist ein Geheimtipp, denn die unscheinbaren Parkplätze, von denen schmale Sandwege durch die Dünen zum Beach führen, werden leicht übersehen. Es gibt allerdings es nur drei solcher Zugänge. Und die finde mal ohne Hinweiszeichen! Der Weg bis Point Bagot ist asphaltiert und mit Sicherheit keine neun Meilen lang. Überall abgegrenzte Grundstücke. Irgendwo dazwischen die Siedlung Dolfins Sands. Und viele Schilder „For sale!“ Nach der Karte münden in den Moulting Lagoon, der zwischen dem Beach und dem Festland liegt, mindestens vier Flüsse. Man hat sich aber geeinigt, dass hier am Point Bagot der Mündungsarm des Swan River ist. Hier endet auch die Strasse. Immerhin haben wir den gesuchten Angelplatz an der Swan River Mündung gefunden.
Aber es gibt keine Chance, zur anderen Seite zu gelangen. Das Örtchen Swannick, das vor Coles Bay liegt, ist nur über die bewusste C302 zu erreichen. Aber der Blick auf die Freycinet Peninsula ist ebenso spektakulär wie vom Waterloo Point.
Eigentlich wollten wir, da der Regen aufgehörte hatte, am nächsten Tag noch die Freycinet Halbinsel erkunden. Doch die Nachttemperaturen von unter 10° C konnte nicht mal der Heizkörper im Zimmer kompensieren. Zu dünn waren die Wände des sonst gut ausgestatteten Bungalows. Außerdem hatten die Erbauer Tür und Fensterdichtungen wahrscheinlich noch von den Pionieren geerbt und eingebaut. Es zog durch jede Spalte. So kann ich von der weltberühmten Wineglass Bay und den felsigen Hazards, mit seinen fünf markanten Bergen, nur Bilder aus den Touristinformationen anbieten. Die Beschreibungen in den Informationsblättern, vom Farbenspiel der Granitfelsen, vom faszinierenden Kontrast zwischen Wasser, Sand und Land an der Wineglass Bay. Wieder mal einer der schönsten Strände der Welt. Da waren die Touristikmanager von St. Helens schon klug beraten, sich mit dem Titel „Zweitschönster Strand der Welt“ zu begnügen. Den Platz macht ihnen keiner streitig. Kenner bezeichnen die Halbinsel als Lebensraum der vielen Kormorane, der flinken Silbermöwen, der kreisenden Seeadler, der Zaunkönige, Schwalben und Papageien. Im Wasser tummeln sich Delphine, Lachse, Langusten und Seeohren. Robben sind hier zu Hause.